Kaum ein Artikel hat mich so geschockt, wie “Vor uns die Sintflut” auf Spiegel Online. Offensichtlich haben es die Kreationisten schon geschafft, dass auch in Deutschland religiöse Themen im Biologie-Unterricht behandelt werden. In der Gießener August-Herrmann-Francke-Schule (einer Privatschule) und der staatlichen Liebig-Schule werden im Biologie-Unterricht das Buch “Evolution. Ein kritisches Lehrbuch” von Reinhard Junker und Siegfried Scherer verwendet. Dieses “Lehrbuch” wird von einer Kreationisten-Vereinigung herausgegeben und behandelt die Schöpfungsgeschichte als “wissenschaftliche” Theorie. Es ist mir unvorstellbar, dass in einer deutschen Schule (auch wenn es eine christliche Privatschule ist) Schülern solch ein Unfug vorgesetzt wird. Hier ein Zitat aus dem Spiegel-Artikel:
Biologieunterricht an der August-Hermann-Francke-Schule in Gießen. Schüler der achten Klasse ergänzen einen Lückentext. Fertig ausgefüllt lautet der Übungstext: “Die [Kontinentalverschiebung] setzte erst nach der Sintflut ein. Gott schickte die [Sintflut] auf die Erde, weil die [Menschen] so böse waren, aber Noah fand [Gnade] vor dem Herrn.” Im unteren Teil der Seite wird die Welt nach der Flut beschrieben: “Der Mensch isst jetzt Fleisch, es gibt Naturkatastrophen und Klimaprobleme, Menschen werden nicht mehr so alt.”
Wer mehr zu dem Thema erfahren möchte, sollte sich auch heute abend die Dokumentation “Von Göttern und Designern. Ein Glaubenskrieg erreicht Europa” auf Arte ansehen. Die Ausstrahlung beginnt um 20:40 Uhr!
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