Ein Blick ins Badezimmer
Satire und Politik sind eigentlich immer eine gute Mischung. Politische Satire hat schon oft dazu beigetragen ernste Themen mit einem Schuß Humor zu vermitteln. Leider geht den meisten Politikern ein Verständnis für Satire ab. So geht es auch dem Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy (SPD), der dem Ausschuß “Inneres” im Bundestag vorsitzt. In einem Telefoninterview bei radioeins (siehe Links von gestern) zum BKA-Gesetz (was u.A. Videoüberwachungen in Privatwohnungen erlauben soll) wurde Edathy gefragt, ob er sich morgens nackt die Zähneputzen würde. Dies war aber dem Politiker ein etwas zu tiefer Einbruch in seine Privatsphäre und er legte erbost auf. Offensichtlich geht es ihm damit, wie wahrscheinlich den meisten Menschen. Sie wollen nicht, dass fremde Leute in Ihre Privatsphäre eindringen. Im Grundgesetz ist der Unverletzlichkeit der Wohnung garantiert. Das ist auch gut so. Vielleicht sollte Herr Edathy nochmal genau darüber nachdenken, was ihm der Interviewer von radioeins mit der Frage nach seinen Zähneputzgewohnheiten sagen wollte…
Auf der Seite von radioeins gibt es das Interview als Stream für den Realplayer. Dank BooCompany liegt es inzwischen auch als mp3 vor.
Im redblog konnte man gestern auch nachlesen, dass es inzwischen eine Anfrage an Herrn Edathy auf abgeordnetenwatch.de zu diesem Interview gibt. Es warten dort schon über 100 Bürger auf seine Antwort. Da er aber einige Fragen unbeantwortet gelassen hat, gehe ich nicht davon aus, dass er sich gerade zu diesem Thema äußern wird. Schade eigentlich…




“Wie schieße ich mir ein Eigentor?”
Anleitung in 3 Schritten von S. Edathy. Mehr fällt mir dazu nicht ein.