Morgen läuft in Deutschland die Verfilmung von Richard Pullmans Roman “Der Goldene Kompass” an. “Der Goldene Kompass” ist der erste Teil einer Trilogie, die im englischsprachigen Raum als “His Dark Materials” bekannt. Auf der Suche nach neuem Lesestoff bin ich vor einiger Zeit auf Pullmans Werk aufmerksam geworden. Im Gegensatz zu anderen Fantasy-Klassikern, wie z.B. J.R.R. Tolkiens “Herr der Ringe”, die von vergessenen Reichen und dem Konflikt Gut gegen Böse handeln, spielt “Der Goldene Kompass” in einer Welt, die uns gleichermaßen fremd wie vertraut vorkommt. Die Welt der Hauptperson Lyra Belaqua ist eine Parallelwelt unserer Erde. Regiert wird sie von einer Theokratie, dem Magisterium, welches mit allen Mitteln versucht, das Denken und Handeln zu kontrollieren. Lyras Onkel Lord Asriel begehrt gegen das Magisterium auf und stürmt im dritten Teil der Trilogie (wortwörtlich) den Himmel. Die Romantrilogie “His Dark Materials” ist nicht nur eine faszinierende Fantasy-Unterhaltung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zugleich, sondern auch Religionskritik, die Richard Dawkins “Der Gotteswahn” in nichts nachsteht.
Leider wird die Verfilmung in einigen Punkten etwas abgeschwächt sein, aber die Grundaussage sollte weitestgehend erhalten geblieben sein. Sollte es noch dazu kommen, dass die beiden anderen Teile “Das magische Messer” und “Das Bernsteinteleskop” verfilmt werden, muss jedoch die Produktionsfirma “New Line Cinema” Farbe bekennen. Eine Verfilmung dieser Bücher, in der die Religionskritik vollends ausgeklammert wird, ist schier unmöglich. Man kann gespannt sein.
Einen interessanten Artikel zum Film findet man auch auf Telepolis.
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