EA rudert zurück

10 05 2008

Vor kurzem habe ich auch über EAs Pläne zu Spore und Mass Effect für den PC berichtet. Eine drakonische Variante des Kopierschutzes SecuROM sollte jeweils alle 10 Tage online auf Authentizität prüfen. Wer zwischendurch keinen Zugang zum Internet gehabt hätte, hätte nicht mehr spielen können. EA hat jedoch auf die massiven Proteste im Internet reagiert und es wird nun nach der Installation keine weiteren Authentizitätsüberprüfungen mehr geben. Das löst zwar noch nicht das Problem, dass man das Spiel im Extremfall irgendwann nicht mehr installieren kann, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Vielleicht kann man die großen Publisher in Zukunft überzeugen, ganz auf Kopierschutzmechanismen zu verzichten. Stardock macht das seit längerem und ihre Spiele verkaufen sich trotzdem wie warme Semmeln…




GTA IV - Ein erster Eindruck

9 05 2008

GTA IV BoxartGestern konnte ich der Versuchung nicht mehr widerstehen und habe mit GTA IV für die Xbox 360 gekauft. Zur Zeit spricht ja jeder nur noch von GTA IV und da ich die Vorgänger schon ganz nett fand, mußte ich schließlich doch zuschlagen. Bis jetzt habe ich vielleicht 1-2 Stunden gespielt. Die überschwängliche Begeisterung einiger Fans kann ich zwar nicht teilen, aber ich muß zugeben: GTA IV ist das beste Spiel der Serie. Grafisch ist es nicht so begeisternd wie andere aktuelle XBOX-Titel, aber es sieht recht ansprechend aus. lediglich die niedrige Texturauflösung ist mir negativ aufgefallen. Der Sound (und der Soundtrack) sind wie in den Vorgängern sehr gut, auch wenn ich z.Z. noch keinen Lieblingsradiosender entdeckt habe. Kann man eigentlich auch eigene Musik nutzen? Die Steuerung der Autos ist immer noch etwas schwammig, aber da man das Auto auch im First-Person-Modus steuern kann, komme ich inzwischen halbwegs klar. Die schwammige Steuerung in Verbindung mit einer sich ständig verändernden Kamera war dann doch nichts für mich. Sehr gut gefallen hat mir die Tatsache, dass GTA zu Beginn sehr, sehr friedlich ist. Es zeichnet sich zwar schon ab, dass es dabei nicht bleibt - immerhin ist es GTA - aber zu Beginn kann man sich so erstmal auf das Spiel und den Charakter Niko Belic einlassen. Mit ihm kann ich mich auch definitv besser anfeunden als mit den Hauptpersonen der anderen GTA-Teile, die ich bis jetzt gespielt habe. Toll finde ich auch die vielen Minispiele. Recht früh innerhalb des Spieles kommt man in den Genuss Bowlen zu dürfen. Später hat man wohl auch die Möglichkeit Billard, Dart und anderes zu spielen, Strip Clubs und Bars zu besuchen.
Die Geschichte von Niko Belic und seinem Cousin Roman, der sich regelmäßig mit den falschen Leuten anlegt wird in vielen, schön gemachten Zwischensequenzen erzählt. Man bekommt auch hin und wieder Anrufe auf dem Handy und kann sogar andere Leute anrufen. Zum Beispiel kann man so auch ein Rendevous mit der aktuellen Freundin ausmachen. Das Handy dient auch zum Starten der Multiplayer-Funktion von GTA IV, diese habe ich aber noch nicht getestet. Ich denke, ich werde am Wochenende mal weiterspielen, um zu sehen, wie die Story weitergeht…




Die “Sicherheitsstrategie für Deutschland”

8 05 2008

Schon seit einiger Zeit bin ich der Meinung, dass die CDU/CSU schon seit einiger Zeit komplett die Bodenhaftung verloren hat, wenn es um Außen- und Sicherheitspolitik geht. Oft zieht der momentane Koalitionspartner brav mit, was auch die Umfragewerte der SPD in Richtung der liberalen Kollegen zieht. Wo Möllemann vor Jahren noch mit der FPD hin wollte, macht sich ja inzwischen die SPD breit. Aber kommen wir zurück zur Union. Die inzwischen verabschiedete “Sicherheitsstrategie für Deutschland” zeigt wieder mal deutlich, welches Staats- und Demokratieverständnis die Union hat. Ein lesenswerter Artikel ist dazu “Krieg heißt jetzt Friedenserzwingung” von Burkhard Schröder. George Orwell hätte sicher seinen Spaß mit Deutschland im Jahre 2008…
Vielleicht sollte man der Union doch auch eine Umbenennung einiger Ministerien vorschlagen. Die Bundeswehr könnte in Zukunft ja im Namen des Ministeriums für Frieden in aller Welt “deutsche Interessen” verteidigen. Herr Schäuble würde sich sicher auch im Ministerium für Liebe wohlfühlen…




Inon Zur komponiert Fallout 3 Soundtrack

8 05 2008

Inon Zur, der sich auch schon für die Soundtracks von Crysis, Dawn of War: Soulstorm und Icewind Dale II verantwortlich zeigte, wird die Musik zu Fallout 3 beisteuern. Auf der offiziellen Fallout 3 - Webseite kann man sich die Titelmusik und zwei Ingame-Tracks anhören. Besonders der Titeltrack, wenn auch weniger atmosphärisch als der Mark Morgan Soundtrack, gefällt mir schon sehr gut. Immerhin hat man sich diesmal gegen Jeremy Soule entschieden. Obwohl ich seine Arbeit sehr schätze, ein Soule-Soundtrack hätte sicher zu sehr nach Oblivion geklungen.




Nazis im Weltall

8 05 2008

Für Verschwörungstheoretiker ist das ja schon lange klar: die Nazis haben sich mit ihren Flugscheiben auf den Mond abgesetzt und kommen irgendwann zurück um das Vierte Reich zu gründen. Jetzt haben sich die Macher von “Star Wreck“, einem herrlichen “Star Trek meets Babylon 5″-Fanfilm, wieder zusammengetan, um “Iron Sky” zu filmen. Wie schon “Star Wreck” wird “Iron Sky” nach der Fertigstellung kostenlos im Netz zum Download angeboten. Vorab wurde schon ein Trailer veröffentlicht, den ich meinen Lesern nicht vorenthalten möchte.




Microsoft will mit Gewalt eine Scheibe vom Web-2.0-Kuchen

8 05 2008

Es ist schon lange bekannt, dass Microsoft die Entwicklung des Internets komplett verschlafen hat. Aber anstatt sich auf die Kernkompetenzen zu beschränken, ist Steve Ballmer versessen darauf auch im Internet eine führende Position einzunehmen. Und was man durch fehlendes Können nicht erreicht, muss nun durch Einkaufen der Konkurrenz erreicht werden. Letzter Versuch war die gescheiterte Übernahme von Yahoo. Noch ist nicht sicher, ob vielleicht doch noch die feindliche Übernahme kommt, aber für den Moment scheint Microsoft sich nach anderen Zielen umzusehen. Diesmal kommt das soziale Netzwerk Facebook ins Visier der Redmonder (siehe dazu einen Artikel der Süddeutschen Zeitung). Ich glaube aber kaum, dass mit einer Facebook-Übername der große Wurf gelingt. Schließlich werden die selben Leute, die unfähig waren, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen, dann über di Zukunft von Facebook entscheiden. Eine Yahoo-Übernahme hätte auch nur kurzfristig Erfolge für MS gebracht. Auf kurz oder lang hätten die zuständigen Manager in Redmond auch Yahoo an die Wand gefahren. Fehlendes Know-How und Kreativität können halt auch nicht durch Unmengen von Geld ersetzt werden. Das gilt auch für Microsoft…




Das Ende der Killerspiele

7 05 2008

Wer jetzt erwartet etwas über neue Pläne der Bundesregierung zum Verbot von “Killerspielen” zu hören, wird enttäuscht sein. Es geht eher darum, dass wohl das Ende des unsäglichen Begriffes “Killerspiel” eingeleitet wurde. Wenn man der Bundestagsabgeordneten Dorothee Bär (CSU) Glauben schenken darf, hat langsam ein Umdenken in der Politik begonnen. Laut eines Artikels auf Golem.de sagte Sie während einer Rede auf der Entwicklerkonferenz “Quo Vadis” folgendes: “Wir reden gar nicht mehr von Killerspielen.” Darüber hinaus sagte Sie noch, dass “Computerspiele ein Kulturgut sind, und die Bundesregierung und die Koalitionsfraktionen erkennen dies auch vorbehaltlos an.”
Noch bin ich skeptisch, besonders da unsere Bundesfamilienministerin vor kurzem noch Verbote gefordert hat. Aber vielleicht beginnt ja langsam wirklich ein Umdenken. Immerhin dürften bald auch Politiker wie Frau Bär (sie ist Jahrgang 1978, also sogar drei Jahre jünger als meine Wenigkeite) an Einfluß gewinnen, die schon mit Computerspielen aufgewachsen sind. Auf abgeordnetenwatch.de hat Sie übrigens zum Thema Verbot von Killerspielen folgendes geschrieben: “Ich habe mich bereits mehrfach gegen ein Verbot von gewaltverherrlichenden Computerspielen ausgesprochen. Es gibt keinen wissenschaftlichen Beleg für den Zusammenhang zwischen dem Spielen am Computer und Gewaltbereitschaft. [..] Pauschale Verurteilungen und Verbote von Computerspielen sind meines Erachtens nach keine Lösung. Gewalthaltige Spiele werden nicht vom Markt verschwinden, weil sie verboten sind. Sie gehören jedoch zweifelsohne nicht in die Hände von Kindern. Bei erwachsenen Spieler bleibt nur an die Eigenverantwortlichkeit zu appellieren.”
Wenn sich jetzt noch mehr Abgeordnete dieser Linie anschliessen, dann hört vielleicht auch bald die unsägliche Medienhetze gegenüber Computerspielern auf. Irgendwann ist man es nämlich leid, ständig als potentieller Amokläufer oder Suchtkranker diffamiert zu werden.




Kopierschutz

7 05 2008

Nichts ärgert ehrliche Computerspielekunden mehr als nervige Kopierschutzmechanismen. Ein Höhepunkt war sicher bei Bioshock erreicht, wo es Käufern passieren konnte, dass sich ihre Spiele-DVD nach ein paar Installationen in einen teurer Untersetzer verwandelte.
EA will uns jetzt eine neue Dimension der Kundengängelung präsentieren: bei den kommenden Titeln Spore und Mass Effect wird eine Onlineauthentizifierung alle 10 Tage nötig sein (Quelle: Kotaku). Hat man man 11 Tage kein Internet, kann man selbst diese beiden Singleplayertitel nicht mehr spielen. Stellt EA die Server ab, weil man glaubt die Lebenszeit des Spieles sei beendet, kann man nicht mehr spielen. Kommt der legal erworbene CD-Key in falsche Hände, kann es passieren, dass die Spiele ihren Dienst verweigern. Wer sich das Spiel auf nichtlegale Weise besorgt, installiert einen Crack und spielt auch in 100 Jahren noch, selbst wenn EA nur noch eine Fußnote in der Computerspielgeschichte ist.
Bei Spielen, die nur Online zu spielen sind, wie z.B. bei MMORPGs, stört es nicht, wenn man immer eine Internetverbindung haben muss. Bei Singleplayerspielen, wie Mass Effect, macht sowas aber überhaupt keinen Sinn. Wenn Spore ein ähnlicher Erfolg wie The Sims wird, kann es sogar gut sein, dass die Authentifizierungsserver auch in 20 Jahren noch laufen, aber bei Mass Effect sehe ich eher schwarz. Bei Spore komme ich wohl trotz dieses drakonischen Kopierschutzes nicht um einen Kauf herum, aber bei Mass Effect werde ich wohl auf die PC-Version verzichten. Die Version für Xbox 360 habe ich ja schon. Und die kann ich auch unbegrenzt und ohne Internetverbindung spielen.
Als Grund für den drakonischen Kopierschutz werden wieder mal die Raubkopien herangezogen. Obwohl inzwischen auch von jeden neuen Konsolenspiel innerhalb von Tagen eine Kopie im Netz herumgeistert, müssen nur PC-Spieler unter solchen Gängelungen der Publisher leiden. Ich denke aber eher, dass der Publisher damit auf lange Sicht das Computerspiel vom klassischen Produkt zum Service wandeln möchte. Man kauft nicht das Spiel, sondern nur noch das Recht es zu spielen. Und wenn der Publisher neue Titel verkaufen möchte, schaltet er die Alten einfach ab. Schöne neue Spielewelt…

Der Blogger-Kollege Harzzach (Senior Gamer) sieht das ähnlich




In die Tonne damit!

5 05 2008

Es gibt gute und schlechte Computerspiele. Und dann gibt es Machwerke, die eigentlich vom Presswerk gleich in die Mülltonne befördert werden sollen. Ein besonderer Vertreter dieser Gattung ist “Müllabfuhrsimulator 2008″.

Entdeckt habe ich dieses bemerkenswerte Spiel durch einen Testbericht auf Golem.de!

Übrigens ist das Video zum Spiel nicht von mir. So verrückt, mir auch noch selbst das Demo herunterzuladen war ich dann doch nicht. ;)




Grand Theft Childhood

5 05 2008

Während ich ein paar Tage Urlaub genossen habe, kommt mir der Zwischenton mit einem Artikel zu “Grand Theft Childhood” zuvor. Danke nochmal für den Hinweis, Ben. ;)
Grand Theft Childhood ist der Name eines Buches, welches die Ergebnisse einer mehrjährigen Studie zum Thema Computerspiele und Gewalt untersucht hat. Laut dieser Studie ist nicht Computerspielen bedenklich, sonder eher das Nichtspielen: Kinder, die kaum oder garnicht Computerspielen haben oft weniger soziale Kompetenz als ihre zockenden Altersgenossen. Dies wird damit erklärt, dass viele Spiele heutzutage gemeinsam gespielt werden. Auch wenn ich auch gegenüber dieser Studie etwas skeptisch bin (ich sehe durchaus Probleme, wenn Kinder Spiele wie GTA spielen), stimme ich in vielen Punkten durchaus zu. Gerade das gemeinsame Erleben von Computerspielen kann durchaus positive Effekte haben. Ein Interview mit der leitenden Wissenschaftlerin der Studie gibt es auf Spiegel Online.